Cultus Ferox auf „Beutezug“

Cultus Ferox kehren endlich zurück von einem langem, kräftezehrenden Beutezug um 6 Jahre nach ihrem Kultalbum „Unbeugsam“ endlich mit neuen Songs ein neues Bandkapitel aufzuschlagen. Ende November können sich die Fans zunächst über die Doppel-Single „Ahoii“ und „Goldene Zeiten“ freuen. Zum Jahresende erscheint auch endlich der gesamte Cultus Ferox-Backkatalog als Digital-Veröffentlichung. Die vergriffenen Alben werden außerdem auch als CD wiederveröffentlicht. Das neue Album „Beutezug“ soll schließlich Ende Januar in die Läden rollen und knüpft nahtlos an die bewährte Mixtur aus Mittelalter-Rock-Crossover und Piraten-Romantik an. Brachiale Hymnen, derbe Poesie und krachende Gitarrenriffs sind die Tugenden mit denen Steuermann Brandarius und seine Crew zielsicher in den Hafen lenkt. Erscheinen wird das neue Werk diesmal in einer Kooperation von Wannsee Records und dem Cultus Ferox-Stammlabel John Silver im Vertrieb von Sony Music.

www.cultusferox.com

Tourdaten:
01.+02.09.2012 Seesen – Sehusafest
07.+08.10.2012 Hannover – Herrenhäuser Gärten
17.11.2012 Forst – Manitu

Corvus Corax „Cantus Buranus II“ (CD)

Neoklassik, Pathos mit Tröte und Schalmey
Cantus Buranus II
Cantus Buranus II

Der Kolkrabe ist nicht nur einer der intelligentesten Vögel überhaupt, er ist auch noch der größte Singvogel der Welt. Von ihm borgte sich die Mittelalter-Spielmanns-Gruppe Corvus Corax einst ihren wunderbaren Namen und schwingt sich gerade ebenso in die Gefilde weiterer Superlative auf. Den Titel „Könige der Spielleute“ hat die Combo zurecht seit Jahren inne, hat sie doch das bis dato eher staubige Feld der Mittelalter-Musik durch ihre  eigenwillige, kraftvolle Interpretation wieder urbar gemacht  und  mit Klasse, Spielfreude und viel Perkussiva den immer noch anhaltenden Mittelalter-Boom ausgelöst.

Als Corvus Corax haben sie das Spiel jener alten, fast vergessenen Musik revolutioniert und blieben damit bis heute unerreicht. Als Tanzwut haben die selben Musiker jenes klingende Mittelalter mit Rock und Metal- Elementen angereichert und waren eine der ersten Mittelalter-Rock Gruppen.

Ihre neues Projekt übertrifft diese beiden Welten allerdings  noch einmal in Umfang und Resonanz, hatten sich Corvus Corax doch in den Kopf gesetzt, Texte der „Carmina Burana“ neu zu vertonen… mit Dudelsäcken, allerlei exotischem Instrumentarium, vielen Trommeln, großem Chor und Orchester.

„Cantus Buranus“ war dann auch live und konserviert ein umwerfendes Erlebnis. Und mit ihrer neuen CD „Cantus Buranus II“ wird  Corvus Corax wohl noch mehr Leute erreichen, als sie das schon mit dem ersten Teil der Umsetzung der alten Texte getan haben, derer sich einst schon Carl Orff bediente. Damit erschöpft sich aber auch schon die Gemeinsamkeit mit der berühmten „Carmina Burana“, mal abgesehen davon, dass die Spielleute durchaus mit ihren Kompositionen die Qualität des berühmten Neo-Klassik-Werkes erreichen.

Dabei ist der zweite Teil von  „Cantus Buranus“ alles andere als eingängig und mit Mittelalter hat er höchstens noch etwas im Orff´schen Sinn zu tun. Die Arrangements, voller Stimmungs- und Tempowechsel, mit Streichern, Chören, einem hörbar teuren Tenor und einem ebenso ergreifenden Sopran, erinnern an die Sternstunden der bombastischen Filmmusik millionenschwerer Hollywood Produktionen… nur eben in Schnabelschuhen mit Schellen.

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