Magna Mater – Die große Mutter

Statue in Prag - Von Frau Schwarz und Herrn WeißMagna Mater ist die „große Mutter”, die Göttin der Fruchtbarkeit, des Wohlstands, der Gesundheit und der Berge.

Sie ist mit Kybele identisch und wurde 204 v. Chr in Rom eingeführt. Die Göttin spendet Leben und Fruchtbarkeit, als Herrin der Natur lässt sie alljährlich die Natur absterben und im Frühjahr zu neuem Leben erwachen.
Als Urmutter besteht diese Göttin bereits vor aller Schöpfung und gebiert Himmel und Erde. In der Umarmung mit der Himmelsgottheit, dem Gehörnten Gott, feiert die Erde Heilige Hochzeit und wird Mutter allen irdische Lebens. Die Mutter Erde ist in dieser Vorstellung die Große Göttin, die sich mit dem Himmelskönig vermählt.

Die Große Göttin findet sich in vielen, wenn nicht sogar in  allen Religionen und wurde unter zahllosen Namen verehrt. Viele sind auch als urzeitliche Heldinnen und Mütter früher Stämme bekannt. Mit Magna Mater werden sämtliche Muttergottheiten bezeichnet, deren Spuren bis in die Steinzeit zurück zu verfolgen sind.
Beispiele sind die sumerische Nammu, die babylonisch-assyrische Ischtar, die ägyptische Aset, die westsemitische Astarte, die Marimba der Bantu, die germanischen Nerthus und Frigg, die griechischen Hera und Gaia, die Isis, die römische Große Göttin Terra Magna, Ceres, Juno und Diana.

Die Hebräer kannten Lilith. Und im Christentum übernahm diese Rolle Maria, die Mutter Gottes. Maria war in den Zeiten der Christianisierung für die vereinnahmten Religionen häufig der „Ersatz“ für die Große Mutter und viele Menschen bete(te)n inoffiziell die Maria als Große Göttin an. Klar, dass das der Kirche nicht passte, die ja bis heute am liebsten wieder die Zellteilung einführen würde.

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